Wintersport und Rasensport

4. Dezember 2016

Der Winter ist in dieser Woche dann auch in Sachsen angekommen. Nach den ersten Schneeflocken konnten inzwischen schon die ersten Runden auf Skiern gedreht werden. Auch im Fernsehen weicht der Sommersport langsam den Wintersportarten. Der nationale Wettkampfkalender verspricht aktuell erst Anfang 2017 Wettkämpfe im Ski-Orientierungslauf.

In Bezug auf die Öffentlichkeitsarbeit bieten die Wintermonate viel Spielraum auch mal den Blick über den Tellerrand zu wagen und selbst auch interessante Projekte anzugehen. So besteht beispielsweise seit mehreren Jahren das Ziel mal alle Karten rund um die Dresdner Neustadt zu vereinigen und darauf ein offenes Training anzubieten. Wer Lust hat zwischen Elbe und Dresdner Heide auf den Gebieten des Hechtviertels und der äußeren Neustadt mal einen klassischen Orientierungslauf als Training mit allen darin beinhalteten Karten durchzuführen, sollte sich den Termin Anfang Februar vormerken. Auf OL in Dresden werden die Trainingseinheiten entsprechend veröffentlicht.

Aus Sicht der Öffentlichkeitsarbeit, die nicht den Orientierungssport betrifft, konnte ich vernehmen, dass die öffentlich rechtlichen Sender nicht die kommenden Olympischen Spiele übertragen werden. Laut ntv konnten sich ARD und ZDF mit dem Anbieter nicht über die Sub-Lizenzen von 2018 bis 2024 einigen. Dort hat das öffentlich rechtliche Fernsehen aus Deutschland laut dpa 200 Mio. Euro geboten. Das US-Unternehmen Discovery soll aber etwa 300 Millionen verlangt haben. Von den Sportarten müssen laut Internationalem Olympischen Komitee aber bei Winterspielen mindestens 100 Stunden und bei Sommerspielen mindestens 200 Stunden öffentlich zu empfangen sein.

Zum Vergleich: Die Übertragung der Fußball WM kostete laut statista.com 2006 & 2010 jeweils 179 Millionen Euro, 2014 210 Millionen Euro. Im Jahr 2018 werden 218 Mio. Euro öffentlicher Gelder fällig.

Interessiert verfolge ich ebenfalls die Entwicklung des Fußballs in Leipzig, auch wenn ich grundsätzlich beim Thema Fußball eher innerlich gespalten bin. Den Umstand, dass ein Ortsteil der Stadt Sinsheim seit mehreren Jahren in der Bundesliga spielt, möchte ich nicht kommentieren. Verbindungen zwischen Vereinen, Wirtschaft und Politik sowie Affären oder Gefängnisaufenthalte sind hier auch kein Thema. Ebenfalls nicht kommentieren möchte ich solche Aktionen wie am vergangenen Wochenende, als Fußballprofis eines deutschen Vereins, die durch den zweitgrößten russischen Arbeitgeber mit insgesamt 120 Mio Euro gesponsert werden, mit einem Banner durch das Leipziger Stadion gelaufen sind und auf die lange Historie im Fußball verwiesen haben. In jedem Fall freue ich mich für meinen Nachbarn, der als ein in Ostdeutschland lebender Fußballfan nun die Möglichkeit hat, auch nicht weit von Dresden hochklassigen Fußball zu sehen. Genauso freue ich mich über viele andere sportliche Entwicklungen im Osten Deutschlands (z.B. Handball Thüringer HC, HC Leipzig oder Volleyball Dresdner SC).

Als geschichtlich Interessierter habe ich mir aber mal erlaubt die Fußballhistorie in Leipzig zu recherchieren. Vielleicht sollte man innerhalb der Bundesliga dazu einfach mal eine Lektüre rausgeben.

  • 1900 Gründung Deutscher Fußball-Bund in Leipzig
  • 1902/1903 allererster Deutscher Fußball Meister: VFB Leipzig (insgesamt 3 Titel)
  • 1922 erstes Großstadion in Deutschland >40000 Plätze in Leipzig
  • ab 1956 Leipziger Zentralstadion größtes Stadion in Gesamtdeutschland (100000 Plätze), zweitgrößtes Stadion in Europa (vor Barcelona)
  • bis 1989 Lok Leipzig mehrfacher Teilnehmer Europapokal, u.a. 1986/1987 Finale Europapokal der Pokalsieger

Kommentar 2014 zu RB Leipzig (Zeit online)