Sommerfreuden

7. August 2023

Als Orientierungssportler hat man im Sommer stets die Qual die Wahl. Unzählige Wettkämpfe laden zum Erkunden neuer Wälder sowie Regionen ein. Im Gegensatz zur Vergangenheit haben sich die Parameter heutzutage aber etwas geändert. Daher ging es dieses Jahr nach Polen und Tschechien. Verschiedenste Veranstaltungen galt es parallel dazu auszurichten und zu planen.

Bei den Europarunden in den vergangenen Jahren stand der Orientierungslauf oft weniger im Fokus, da durch die allgemeinen Einschränkungen in nur wenigen Ländern die Auswahl an großen Orientierungsläufen gegeben waren. Erkennbar war aber damals schon, dass die Temperaturen und Wetterereignisse extremer werden, so dass an eine Reise in die Mittelmeerregionen in den Sommermonaten eigentlich nicht mehr zu denken ist – 35 bis 40 Grad im Schatten oder Starkregenereignisse sind einfach kein Urlaub.

In Kombination mit den sehr positiven Erfahrungen bei unseren tschechischen Nachbarn war die Czech-O-Tour im August schnell gebucht. Auch bei der kommenden Runde im Oktober sind wir wieder dabei – dort gibt es einfach sehr viel Leistung für alle Altersgruppen für einen überschaubaren Preis bei besser planbaren bzw. vermutlich angenehmeren Wetterbedingungen.

Der Mehrtagelauf in Polen stand erstmals auf der Wunschliste. Auch dort wurden wir nicht enttäuscht. Die Rahmenbedingungen mit sehr guter Versorgung und dem auch von Tschechien bekannten sehr guten Kinderangebot für kleines Geld sprach einfach für den 4-Tage-OL bei Jelenia Góra. Zusätzlich galt es am Rande beider Wettkämpfe viel über die geschichtliche Entwicklung in Böhmen und dem Sudetenland zu lernen sowie die direkten Nachbarn näher kennenzulernen.

Wettkampf in Jelenia Gora

Ein weiterer wesentlicher Punkt war, dass die Wettkämpfe überschaubar waren. Wenn man einmal bei einer Jukola, TioMila oder beim O-Ringen gestartet ist, dann ist das mit den tausenden Teilnehmern zwar was ganz Besonderes. Am Ende bist du aber die komplette Zeit im Wald oder im Wettkampfzentrum von Menschen umgeben. Das muss man mögen – oder eben nicht.

Schön war in Polen, dass die Strecken altersgerecht nicht so unendlich lang waren. Letztendlich soll es auch Spaß machen - auch für Familienväter mit Kindern ohne die Möglichkeit täglich zu trainieren. Es gab zwar in Polen analog zu vielen tschechischen Läufen über die Langdistanz auch wieder den einen typischen Posten, wo man auf einen Berg laufen (oder wandern) musste, um dann gleich wieder runterzulaufen. Solang das aber nicht permanent so ist, kann man dies noch ertragen.

Posten auf dem Berg

Schön war es zu sehen, wie vielerorts Ausrichtergemeinschaften zusammengearbeitet haben und auf allen Ebenen ihre Kräfte gebündelt haben.

Gefreut habe ich mich einmal mehr, dass die Bilder von Fred als Fotograf zur WM in der Schweiz oder zum Weltcup in Tschechien so großen Anklang bei den unterschiedlichsten Nationen gefunden haben und er im Pressebereich eine so große Unterstützung erfährt. Ich bin gespannt, wie diese Geschichte auf internationaler Ebene weitergeht.

Bild Weltcup

Ansonsten gab es aus Ausrichtersicht im Team des SV CH Sonnenland viele Ereignisse: Lauf zur Sprintserie, Ferienfreizeit, Planung Olbernhau. Auf der Vereinsseite stehen die Wettkämpfe auch umfangreicher beschrieben.

SV CH Sonnenland